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Die Gesundheit und Vitalität der Wälder hängt wesentlich vom Zustand der Waldböden ab. Waldkalkung hilft, die Basensättigung, die Säureneutralisationsfähigkeit und die biologische Vielfalt zu verbessern.

Neue Waldzustandsberichte 2016 belegen weiteren Kalkungsbedarf anhand von BZE II-Ergebnissen

19. Dezember 2016/in News

Neue Waldzustandsberichte 2016 sind von mehreren Bundesländern in den letzten Wochen veröffentlicht worden. In einigen Berichten werden auch Ergebnisse der Waldbodenzustandserhebung II zitiert, die die positive Wirkung der bislang erfolgten Waldkalkungen belegen. Zudem wird aus den bisherigen Erkenntnissen ein weiterer Bedarf an Waldkalkung auf stark versauerten, basenarmen Waldstandorten abgeleitet.

Köln, 19. Dez. 2016. Waldreiche Bundesländer wie Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben kürzlich ihre Waldzustandsberichte 2016 veröffentlicht. Zusätzlich zu den Informationen über die aktuelle Gesundheit der Wälder sind teilweise auch neue Erkenntnisse über den Zustand von Waldböden und über die Wirkung der Waldkalkung enthalten.

Durch andauernde Stickstoffeinträge finden weiterhin Säureeinträge statt, die auf vielen basenarmen Standorten das natürliche Puffervermögen überschreiten. Böden, die nicht genügend Säureneutralisationsvermögen aufweisen, versauern immer stärker, was nicht nur zu einer Minderung der Artenvielfalt im Boden führt, sondern auch die Durchwurzelung beeinträchtigt und die Bäume stressanfälliger macht.

Im Waldzustandsbericht 2016 von Rheinland-Pfalz wird festgestellt, dass die  Säurebelastung einiger Waldökosysteme nach wie vor vielfach zu hoch ist. Das Monitoring hat auch ergeben, dass durch die in Rheinland-Pfalz großflächig durchgeführten Bodenschutzkalkungen die Magnesium- und Calcium-Gehalte in den Blättern und Nadeln der Bäume verbessert werden konnten. Es wird resümiert, dass insbesondere Standorte mit hoher Säurebelastung, defizitären Ca- und Mg-Bilanzen und geringen Vorräten dieser Nährelemente vor weiterer Ca- und Mg-Verarmung geschützt werden müssen. Und deshalb wird dort, wo es nötig ist, weiterhin eine Bodenschutzkalkung vorgenommen.

Der hessische Waldzustandsbericht 2016 zitiert Ergebnisse der bodenchemischen Analysen der BZE I und II, die die Wirkungen der Bodenschutzkalkungen auf den Waldboden belegen. Ungekalkte und gekalkte BZE-Punkte der Substratgruppen Buntsandstein, Grauwacke, Tonschiefer, Quarzit etc. (empfohlene Kalkungsstandorte/Kalkungskulisse) und damit insgesamt Böden aus saurem Ausgangsgestein, die vor allem im Hauptwurzelraum stark versauert sind, wurden verglichen. Gekalkte Böden dieser Gruppe zeigen eine deutliche und signifikante Verbesserung der Basensättigung bis in 10 cm Bodentiefe, während sich im ungekalkten Kollektiv die Basensättigung weiter verschlechtert. Die Boden-schutzkalkung hat demnach einen langfristig positiven Einfluss auf den chemischen Bodenzustand und auf die Sicherung und Erhaltung des Nährstoffhaushalts. Nach Kalkungsmaßnahmen waren die N/Ca- und N/Mg-Verhältnisse der Bäume deutlich verbessert.

Länder müssen Konsequenz zeigen

Der weitere Bedarf der Waldkalkung ist in mehreren Waldzustandsberichten klar festgestellt. Daher sollen die Länder auch konsequent sein und die nötigen Fördermittel  für die nachhaltige Bodenschutzkalkung bereitstellen. Die Investition in die Waldkalkung ist zugleich auch eine Vorbeugemaßnahme für den erwarteten Klimawandel. Denn ein gesunder, belebter Boden ist ein wichtiger Baustein zur Stabilisierung der Wälder im Klimawandel.

Die Ergebnisse der Waldzustandsberichte der waldreichsten Bundesländer sind hier abrufbar: waldkalkung.com/fuer-entscheider/wald-und-bodenzustandsberichte/.

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