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Grünlandpflege im Fokus: Kalk als Basis der Grundnährstoffversorgung

Zur Produktion von hochwertigem Grundfutter wird ein gezieltes Grünlandmanagement immer wichtiger. Ein zentraler Faktor dabei ist die stabile Kalkversorgung, da sie den Boden-pH-Wert reguliert und damit direkt Nährstoffverfügbarkeit, Bodenstruktur, Wasserhaushalt und biologische Aktivität beeinflusst. Nur bei einem pH-Wert im empfohlenen Bereich (mindestens Versorgungsstufe C nach VDLUFA) können leistungsfähige Gräserbestände erhalten und Ertrag sowie Futterqualität langfristig gesichert werden.

Gerade unter den heutigen Bewirtschaftungsbedingungen mit zunehmenden Witterungsextremen wie längeren Trockenphasen, Starkregen und höheren Temperaturen gewinnt Kalk weiter an Bedeutung. Gut gekalkte Böden nehmen Wasser schneller auf, speichern es besser und bleiben gleichzeitig tragfähig und gut durchlüftet. Das reduziert Staunässe, Verdichtungen und Narbenschäden und erhöht die Widerstandsfähigkeit des Grünlands gegenüber Stresssituationen.

Ein Großteil der Grünlandflächen in Deutschland sind mit Kalk unterversorgt. Rund
60 % der Flächen weisen eine deutliche Bodenversauerung auf und benötigen eine Gesundungskalkung, weitere etwa 25 % eine Erhaltungskalkung. Nur ein kleiner Teil der Flächen ist aktuell ausreichend versorgt. Ursache sind unter anderem hohe jährliche Calciumverluste durch Auswaschung (bis 300 kg CaO/ha, auf bindigen Böden sogar bis 450 kg CaO/ha). Ohne regelmäßige Kalkausbringung sinkt der pH-Wert weiter ab.

Ein Kalkmangel wirkt sich negativ auf die Bestandszusammensetzung aus: wertvolle Futtergräser und Klee reagieren empfindlich auf saure Böden, während minderwertige Arten zunehmen. Erste Schadbilder zeigen sich häufig in Senken mit erhöhter Auswaschung sowie durch gehemmtes Wurzelwachstum und eine instabile Grasnarbe.

Kalk verbessert nicht nur den pH-Wert, sondern auch die Krümel- und Aggregatstabilität, fördert die Durchwurzelbarkeit und steigert die Aktivität des Bodenlebens. Dadurch werden Stickstoff, Phosphor und Magnesium besser verfügbar und die Stickstoffeffizienz erhöht. Gleichzeitig wird der Boden weniger verschlämmungs- und verdichtungsanfällig.

Für die Praxis:

  • Die Kalkmenge richtet sich nach Bodenart und analysiertem pH-Wert
    –> Kalkmenge unter https://naturkalk.de/kalkrechner/ bestimmen
  • Empfohlene pH-Werte im Grünland liegen etwa eine Stufe niedriger als im Ackerbau (ca. pH 5,0 auf Sand bis pH 6,3 auf schweren Böden)
  • Kohlensaure, möglichst magnesiumhaltige Kalke sind für eine Frühjahrskalkung, vor der Hauptwachstumsphase sinnvoll; langsame und nachhaltige Wirkung
  • Eine Herbstkalkung ist bodenschonend und ermöglicht eine gleichmäßige Umsetzung
  • Kalk sollte zeitlich getrennt von Stickstoffdüngern ausgebracht werden, um Verluste zu vermeiden, und nur bei tragfähigen, frost- und staunässefreien Böden erfolgen

Eine standortangepasste Kalkung – idealerweise kombiniert mit Maßnahmen zum Humusaufbau – ist damit eine zentrale Stellschraube für Bodenfruchtbarkeit, Bestandsstabilität und die Anpassung des Grünlands an den Klimawandel.

Kalkung für vitale Böden – Themen auf den DLG-Feldtagen

Vom 11.-13. Juni 2024 waren wir auf den DLG-Feldtagen bei Erwitte/ Lippstadt im Versuchsfeldbereich anzutreffen. Trotz heftiger Schauer zwischendurch konnten wir uns über zahlreiche Besucher freuen. Aktuelle Fragestellungen wurden anschaulich dargestellt.

Vor allem die Witterung und im Speziellen starke Niederschlagsereignisse spielen in dieser Saison bei den Landwirtinnen und Landwirten eine Rolle. Die Befahrbarbeit von Flächen und entsprechende Bearbeitungsfenster im betrieblichen Management sind dabei ebenso Themen wie Einflüsse auf die Bodenstruktur und die Regenverdaulichkeit der Flächen.

Was es auf dem Stand der Düngekalk-Hauptgemeinschaft zu sehen gab, ist in folgendem Video zusammengestellt:

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Gerne haben wir das neue Format unterstützt, welches im Rahmen der DLG-Feldtage von der AgroConcept GmbH umgesetzt wurde.

Erstes Fach.Creator.Event auf den DLG-Feldtagen

Neben Besuchergruppen aus dem Bereich Weiterbildung und Fachgremien waren 15 Fach.Creatoren zu Gast am Stand der Düngekalk-Hauptgemeinschaft, um sich über Naturkalk und dessen Wirkung auf Boden und Pflanze zu informieren. Die Influencer, welche auch praktizierende Landwirte sind, haben mit uns in der Versuchsparzelle und am Bodenprofil über die aktuellen Herausforderungen der Bodenbearbeitung und der Düngung von Grundnährstoffen diskutiert.

Schauen Sie sich gerne den Bericht vom Agrar-Influencer Malte Messerschmidt (bauern_bengel) zur Kalkung und Details unseres Bodenprofils an.

 

 

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Demoparzelle
An der am Stand angelegten Demoparzelle wurden die guten Wirkungen der Kalkdüngung demonstriert. Ein Teil der Fläche wurde im Vorfeld gekalkt, ein anderer Teil wurde versauert. Auf den versauerten Flächen fanden die Feldpflanzen Mais, Gerste, Zuckerrübe und Ackerbohne keine optimalen Bedingungen vor. Natürlich wurde auch hier die Praxis der Kalkung und ihre Wirkung ausführlich dargestellt. Nach diversen Regengüssen zeigte sich die schlechte Wasseraufnahmefähigkeit im versauerten Teil des Versuchsfeldes.

 

 

Fokus auf den Boden

Unter den zahlreichen Themen auf den Feldtagen in Erwitte war das Bodenprofil und der Stand der Düngekalk-Hauptgemeinschaft Dreh- und Angelpunkt zu Fragen rund um den Boden und der Interaktion Pflanze.

https://www.dlg-mitteilungen.de/artikel/dlg-feldtage-rueckschau-und-der-blick-nach-vorn

DLG Feldtage 2024_Bodenprofil Düngekalk-Hauptgemeinschaft

Bodenprofil
Hier war viel los! Das Besucherpublikum interessierte sich wieder sehr für unser Bodenprofil. Unsere Bodenexperten erklärten die einzelnen Bodenschichten der pseudovergleyten Parabraunerde hinsichtlich der Geologie, Bodenentwicklung und Nutzungseignung. Viele Interessierte nutzten die Gelegenheit, Fachfragen zum Thema Boden und Kalkwirkung zu stellen. Rundum konnte das Bodenprofil gut eingesehen werden. Wir setzen uns für den Erhalt der Vitalität unserer Böden ein.

Wurzelgänge im Seitenprofil
Im Messezelt konnte man die Wurzelgänge der Pflanzen und ihre unterschiedliche Ausbildung im Seitenprofil betrachten. Der pH-Wert des Bodens wird durch Kalkung höher reguliert. Somit können Wohlfühl-Bedingungen für Pflanzen geschaffen werden, denn ohne den richtigen pH-Wert können Pflanzen sich nur bedingt entwickeln.

 

Weitere interessante Informationen finden Sie unter folgenden Links:

Fachinformationen in digitalem Format, welche auf den Feldtagen ausgestellt wurden:

https://naturkalk.de/about-us/veranstaltungen/dlg-feldtage/

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