Weltwassertag 2025 – Boden, Klima, Wasser

Zum diesjährigen Weltwassertag am 22. März jeden Jahres liegt der Fokus auf der „Erhaltung der Gletscher“. Ein Thema, welches vor allem mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht wird. Die Landwirtschaft und Forstwirtschaft und deren Flächengrößen in Deutschland dienen hierbei als Wasserspeicher und -filter im Rahmen der Trinkwassergewinnung.

Der Wasserkreislauf beginnt mit den Niederschlägen und endet im Grundwasser, welches auch unser Trinkwasserspeicher ist. Wichtiger Faktor in diesem Kreislauf sind unsere Böden, vor allem die Wälder und landwirtschaftliche Flächen sind ein großer Wasserspeicher.

Boden, Klima, Wasser sind aktuelle Themen, die auch die Düngekalk-Hauptgemeinschaft berücksichtigt. Denn eine standortgerechte Versorgung der Böden mit Kalk sorgt für optimale Boden-pH-Werte. Die Rolle einer bedarfsgerechten Kalkung wird im Folgenden weiter vertieft und in einem anschaulichen Video erklärt: Naturkalk für klimastabile Böden

Quelle: iStock.com/Gligatron

Die Häufigkeitsverteilungen von Niederschlägen, d.h. zu welchem Zeitpunkt wie viel Regen fällt, sind für die Land- und Forstwirtschaft über das Jahr hinweg von Bedeutung. Hier gilt es auch zukünftig Herausforderungen zu meistern und neue Lösungen zu finden.

Im vergangenen Jahr haben wir bereits ausführlich über die effiziente Wasserspeicherfähigkeit von Böden in der Landwirtschaft berichtet:

Vom 25.-27. März 2025 findet in Celle eine Tagung des KTBL (Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e. V.) zum Thema „Landbewirtschaftung – mit Wasser haushalten“ statt.

 

 

Kalkung von Teichen und Gewässern

Aber auch stille Gewässer wie Teiche und Seen sind große Wasserspeicher und haben einen Klimaeffekt. Bei der Verdunstung von Wasser sorgen sie großflächig für einen Kühlungseffekt und es wird beispielsweise Wasser aufgefangen und wieder abgegeben (Regulierung des Grundwasserspiegels und oberflächlich abfließendes Wasser).

Regelmäßiges Kalken gehört zu den Grundlagen einer rentablen, aber auch ökologischen Teichbewirtschaftung. Wird das Teichwasser beispielsweise zu sauer oder erwärmt sich zu stark, bilden sich Algen und das Seuchenrisiko für darin lebende Fische kann steigen. Wird die pH-Wert-Regulierung des Wassers vernachlässigt, „kippt das Wasser sprichwörtlich irgendwann um“ und auch der Sauerstoffgehalt im Wasser reicht für Lebewesen wie Fische nicht mehr aus.

Somit beseitigt Kalk Säureschäden und aktiviert die Teichböden. Die Teiche werden fruchtbarer und sauerstoffreicher und zugleich durch die Abtötung von Krankheitserregern desinfiziert. Die faulenden organischen Stoffe setzen sich im kalkreichen Teichwasser schneller auf dem Boden ab und wandeln sich rasch um. Das Kennzeichen fruchtbarer Teiche sind pH-Werte im Teichboden zwischen pH 6,5 und 8,5. Der pH-Wert des Teichwassers wird durch den Gehalt an gelöstem Kalk und durch die bei den Umwandlungsprozessen der organischen Substanz sowie durch die Tätigkeit der Wasserpflanzen sich stets neu bildende Kohlensäure bestimmt. Der Gehalt an CaO sollte im Teichwasser mindestens 42 mg je Liter betragen – das sind 630 kg gelöster Kalk je Hektar Teichfläche bei 1,5 m Wassertiefe.

Weiterführende Informationen zum Weltwassertag finden Sie hier:

Wald als Wasserspeicher – zum Tag des Waldes

Kalkeinsatz in Gewässern – Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie e. V.

https://www.weltwassertag.com/

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