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Nicht nur bei einer dichten Schneedecke, sondern ganzjährig bleibt der Gesundheitszustand der Waldböden weitgehend unsichtbar. Mit Waldkalkungen werden nicht nur der Bodenzustand, sondern auch die biologische Vielfalt und die Qualität von Grundwasser und Fließgewässern verbessert.

Waldzustandsberichte mehrerer Bundesländer bestätigen den dringenden Bedarf an gezielten Bodenschutzkalkungen

9. Dezember 2014/in News

Köln, 8. Dez. 2014. Bislang haben sechs Bundesländer ihre Waldzustandsberichte 2014 veröffentlicht. Darin sind wichtige Informationen über die Gesundheit der Wälder und der Waldböden enthalten. Die zuständigen Behörden haben ermittelt, dass der Zustand vieler basenarmer Böden in unseren Wäldern immer noch sehr besorgniserregend ist. Zwar hat die Belastung durch Schwefeldioxid-Emissionen seit den 1990er Jahren deutlich abgenommen, doch speichern die Waldböden immer noch große Mengen an Säure-Altlasten. Anlass zu weiterer Sorge gibt zudem die Tatsache, dass weiterhin Säureeinträge stattfinden, die von basenarmen Böden nicht genügend gepuffert werden können und somit weiter zu einer Verstärkung der Bodenversauerung führen. Hinzu kommt der Basenentzug durch die forstliche Holzernte und die Nährstoffauswaschung durch Wasserversickerung. Der Waldzustandsbericht von Rheinland-Pfalz zieht auch in diesem Jahr das  eindeutige Fazit:

„Daher sind zum Schutz unserer Waldökosysteme vor fortschreitender Versauerung nach wie vor weitere Anstrengungen zur Verringerung der Emissionen und eine Fortsetzung der Bodenschutzkalkungen erforderlich.“

Künftige Generationen nicht belasten

Der Geschäftsleiter der Düngekalk-Hauptgemeinschaft (DHG), Dr. Reinhard Müller, sieht in der Waldbodenversauerung ein Problem, das die heutige Generation bald und konsequent in den Griff bekommen muss. Künftigen Generationen dürfte man die versauerten Waldböden nicht hinterlassen. Denn die Probleme der Bodenversauerung werden durch den Klimawandel weiter verstärkt: „Die Böden müssen von unserer Generation nicht nur geschützt, sondern angesichts der Herausforderungen des Klimawandels auch zusätzlich widerstandsfähig gemacht werden. Dies kommenden Generationen zu überlassen, wäre unverantwortlich.“

Länder müssen Konsequenz zeigen

Dabei, so Dr. Müller, müsse man neben der Forcierung der Schadstoffreduktion auch im Wald selbst durch Waldbodenschutzkalkungen aktiv werden. Angesichts der Ergebnisse der im Oktober veröffentlichten Bundeswaldinventur zum Zustand des deutschen Waldes sagt der Experte: „Dem Wald geht es von außen betrachtet vermeintlich gut, aber die Schäden im Boden sehen wir eben nicht. Die Aussagen der nun erschienenen Waldzustandsberichte der Länder über die Böden zeigen auf, dass wir aktiv eingreifen müssen, nicht nur um Schlimmeres zu verhindern, sondern um die Gesundheit der Böden möglichst vollkommen wieder herzustellen.“ Eine Sache ist für den DHG-Geschäftsführer aber ebenso klar: „Ohne ausreichende finanzielle Fördergelder der Bundesländer geht es nicht. Der Bedarf der Waldkalkung ist in den Waldzustandsberichten klar festgestellt. Deshalb müssen die Länder auch konsequent sein, und die nötigen Fördermittel Jahr für Jahr kontinuierlich zur Verfügung stellen. Da mit der Waldkalkung zugleich auch die biologische Vielfalt und die Qualität von Grundwasser und Fließgewässern in den relevanten Waldgebieten verbessert wird, ist sie multifunktionaler Umweltschutz und ein wichtiger Baustein zur Stabilisierung der Wälder im Klimawandel.“

Die Ergebnisse der Waldzustandsberichte der waldreichsten Bundesländer sind hier abrufbar: waldkalkung.com/fuer-entscheider/wald-und-bodenzustandsberichte/

Download-Dateien zu dieser Meldung

  • DHG-Pressemitteilung - Waldzustandsberichte zeigen Waldkalkungsbedarf
  • Foto: Waldkalkung verbessert Waldboden, Biodiversität, Fließgewässer
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